Dem Horst Auwela sein Ersuchen auf Unterstützung bei der Wohnungsreno-vierung wurde aus empfindlichen Gründen abgelehnt. Er wird wohl ein Kreuz an der falschen Stelle, ins falsche Kästchen gesetzt haben. Aus diesem Grund war ich in den letzten Wochen stark eingespannt. Der Ofen-Erich war mit seinem Kleintransporter behilflich. Viel Arbeit hat das Entfernen der mit Latexfarbe bestrichenen Rauhfaser gemacht. Latexfarbe auf ‘ner Rauhfaser, da dringt kein Wasser hinter. Die Wände beigeputzt und Tiefgrund aufgetragen. Da, wo der Horst seine Frikadellen brutzelt, haben wir eine ganz einfache Fliese verlegt, daß er die Fettspritzer leicht wegwischen kann. Wegen der Feuchtigkeit verwendeten wir eine Fungizidwandfarbe. Bis auf das Bett war aller Hausrat in der Garage vom Ofen-Erich untergebracht. Der Horst hat auf seiner Baustelle geschlafen, das hat ihm nix ausgemacht. In der ganzen Zeit haben seine vier Gaststätten auf seine Bremsklötze verzichten müssen. Zum Schluß noch der Laminatboden, da war der Horst dann zwei Tage bei seiner Schwester.
Der Horst strahlt, als hätten wir eine neue Regierung, eine neue Weltordnung, wie wenn jetzt alles gut würde.

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